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KfW-Förderkredite im Überblick

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau hat im Bereich Sanierungsmaßnahmen mit dem Ziel der Energieeinsparungen einige Programme zur Kreditvergabe aufgelegt. Dabei ist die Fülle der angebotenen Förderwerkzeuge schwierig zu überblicken, da diese doch recht unübersichtlich gestaltet sind. An dieser Stelle soll Licht in das Dunkel gebracht werden und die wichtigsten Förderkredite zur Modernisierung des Eigenheims kritisch beleuchtet werden.

Neben den genannten Förderkrediten bietet die KfW auch Zuschüsse an, die ohne irgendeine Kreditverpflichtung bewilligt werden. Bei diesen Angeboten erhält der Interessent einen Betrag für seine Modernisierungsmaßnahmen, der die Finanzierung teilweise sichern kann. Einen Antrag kann jeder Eigenheimbesitzer oder Immobilienkäufer ausfüllen und abschicken, da man bis auf seine Zeit nichts weiter zu investieren braucht. Eine Übersicht über die wichtigsten Bezuschussungsprogramme geben die folgenden Artikel.

Das Förderprogramm 151 - Energieeffizient Sanieren

KfW-Effizienzhaus Standard erreichen

Das Förderprogramm 151 mit dem Titel Energieeffizient Sanieren - KfW-Effizienzhaus hat wie der Name schon sagt das Ziel das jeweilige Eigenheim in ein Haus zu verwandeln, welches den Kriterien eines KfW-Effizienzhauses genügt. Was ist ein KfW-Effizienzhaus? Die Kreditanstalt für Wiederaufbau versteht unter diesem Begriff ein Prädikat, das durch die Träger Deutsche Energie Agentur GmbH (dena), dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) und der KfW vergeben werden kann.

Dieses Zeichen soll das jeweilige Objekt als energieeffizientes Gebäude klassifizieren. Außerdem wird der Begriff immer in Verbindung einer Zahl vergeben bzw. benutzt. Diese gibt die Relation in % zwischen dem Jahresprimärenergiebedarf des betrachteten Gebäudes zu einem Referenzgebäude nach der Energieeinsparverordnung (EnEV) an. Der Jahresprimärenergiebedarf steht für den Bedarf eines Hauses nach Primärenergie, also Energiemengen aus natürlich vorkommenden Trägern wie Kohle, Erdöl, Erdgas, Holz etc., bezogen auf ein Jahr. Energieverluste durch Gewinnung, Aufbereitung, Transport, Verteilung oder Speicherung werden dabei abgezogen. Das Referenzgebäude steht für ein bauphysikalisch identisches Gebäude, welches der Energieeinsparverordnung genügt. Das heißt, dass bei der Bewertung jedes Mal diese Bezugsgröße neu berechnet wird. Beispielsweise besitzt ein KfW-Effizienzhaus 55 maximal 55 % des Jahresprimärenergiebedarfes des dazugehörigen Referenzgebäudes.

Förderprogramm 151 - Energieeffizient Sanieren

Eine weitere Kennziffer, die immer wieder angeführt wird, ist der Transmissionswärmeverlust. Dieser gibt die Menge an Wärme an, die über die Außenflächen an die Umwelt abgegeben werden. Im Wesentlichen sind die Isolierungen der einzelnen Gebäudeteile für diese Größe verantwortlich. In der Energieeinsparverordnung (EnEV) gibt es in Tabelle 2 Anlage 1 eine Tabelle mit Höchstwerten, die nicht überschritten werden dürfen. Es ist offensichtlich, dass der Wert umso tiefer liegt, je besser die Isolierung des Hauses ist.

Die Antragsstellung

Vor der Antragsstellung muss der Antragssteller sich im Klaren darüber sein, dass er einen Sachverständigen engagieren muss. Dieser hat die Aufgabe die geplanten Maßnahmen in dem Antrag zu bestätigen. Diese Bedingung umfasst alle Vorhaben die das jeweilige Objekt in ein KfW-Effizienzhaus Denkmal, KfW-Effizienzhaus 115, KfW-Effizienzhaus 100, KfW-Effizienzhaus 85, KfW-Effizienzhaus 70 oder KfW-Effizienzhaus 55 umfunktionieren sollen.

Haben Sie die Maßnahmen mit dem Sachverständigen ihrer Wahl abgesprochen und hat dieser seine Zustimmung dazu gegeben, müssen Sie sich um einen Sanierungskredit kümmern. Der Markt der Baukreditgeber ist breit gefächert und Sie sollten mehrere Kreditangebote einholen und jeweils die Vor- und Nachteile abwägen. Mittlerweile lässt sich dies online erledigen. Aktueller Testsieger für Immobilienkredite ist derzeit Dr.Klein (Finanztest 4/2012), welcher neben besonders günstigen Konditionen auch eine kostenlose Beratung bietet. Der jeweilige Ansprechpartner hilft Ihnen beim Ausfüllen des Kreditantrags sowie bei der Zurverfügungstellung von Sicherheiten. Zusätzlich müssen Sie und ihr Sachverständiger die „Bestätigung zum Kreditantrag“ unterschreiben und beifügen. Formulare und Merkblätter können Sie online auf der Homepage der KfW finden. Außerdem sollten Sie sich schon im Vorfeld mit ihrem Kundenberater bei der Hausbank in Verbindung setzen, um abzuklären, ob Sie überhaupt über genügend Sicherheiten für einen Sanierungskredit verfügen.

Bedenken Sie, nach erfolgter Auszahlung müssen Sie innerhalb der folgenden 9 Monate bei ihrer Hausbank nachweisen, dass Sie die zur Verfügung gestellten Mittel auch wirklich für die angegebenen Maßnahmen genutzt haben. Dazu müssen Sie bei Ihrer Hausbank die „Bestätigung über die antragsgemäße Durchführung der Maßnahmen“ abgegeben. Natürlich muss dieses Formular von Ihnen und Ihrem Sachverständigen unterschrieben worden sein.

Die Konditionen und Vorteile des Förderprogramms 151

Der maximal mögliche Kreditbetrag liegt bei 75.000 € pro Wohneinheit vor der Modernisierung. Als Vorhaben kommen alle Sanierungsvorhaben in Betracht, die auf die Umwandlung in ein KfW-Effizienzhaus abzielen. Dazu zählen Wärmedämmungen, die Auswechslung der Fenster und Türen von wärmeführenden Räumen, die Erneuerung der Heizungsanlage und die Verteilungssysteme, die Installationen einer neuen Belüftungsanlage, Nebenkosten wie Ingenieurdienstleistungen sowie sonstige Planungs- und Kontrollleistungen. Auch der Kauf einer wiederhergestellten Immobilie oder die Sanierung eines denkmalgeschützten Hauses wird finanziert. Ausgenommen sind Objekte, die nach 1994 fertiggestellt wurden, die Ersetzung vorhandener Kredite, Anschlussfinanzierungen, Ferien- oder Wochenendhäuser oder Gewerbeflächen.

Als Zinssatz für den Kredit der KfW wird das Minimum zwischen dem Zinsniveau bei Kreditzusage und bei Antragseingang gewährt. Der Kreditnehmer kommt in den Genuss des jeweils niedrigeren Bauzinses. Zusätzlich besteht die Option das erste Jahr ohne Tilgungszahlungen zu bestreiten. Diese Tilgungen beziehen sich entgegen anderer Kreditangebote ausschließlich auf wirklich genutzte Darlehenssumme. Nach der tilgungsfreien Zeit werden monatlich gleich hohe Raten fällig. Vorteilhaft ist weiterhin, dass die KfW nach Ablauf dieser Frist dem Kreditnehmer noch ein Angebot zur Laufzeitverlängerung einräumt. Das Programm 151 Energieeffizient Sanieren - Kredit bietet 4 unterschiedliche Varianten:

  • Der günstigste Effektivzins p.a. beträgt 1,00 % über eine Laufzeit von 10 Jahren. Dabei unterliegt die gesamte Kreditlaufzeit der Zinsbindung und die ersten 2 Jahre sind tilgungsfrei.
  • Entscheidet man sich für einen etwas höheren effektiven Zinssatz von 1,11 % pro Jahr, so läuft der Kredit über 8 Jahre. Außerdem ist der Zeitraum tilgungsfrei und der Kredit ist über den gesamten Zeitraum gegen Zinsschwankung gesichert.
  • Bei einer höheren Laufzeit von 20 Jahren muss man mit 1,26 % an effektiven Kreditzinsen zahlen. Davon sind die ersten 3 Jahre keine Tilgungsraten zahlbar und der Zinssatz bleibt die ersten 10 Jahre konstant.
  • Die letzte Variante ist die Längsmögliche. Sie gewährt dem Interessenten eine Laufzeit von 30 Jahren bei einem Effektivzins p.a. von 1,51 %. Die tilgungsfreie Anlaufzeit umfasst 5 Jahre. Der Bauzins unterliegt eine 10-jährigen Bindung.

In Abhängigkeit der angestrebten Energieeinsparungen ergeben sich jeweils höhere Tilgungszuschüsse. Beispielsweise gibt die Bank bei dem KfW-Effizienzhaus Denkmal auf die Kreditsumme nur einen Tilgungszuschuss von 2,5 %, wohingegen Kreditnehmer mit dem Ziel des KfW-Effizienzhauses 55 sogar mit dem Maximum von 12,5 % rechnen können. Bei den dazwischen liegenden erzielbaren Standards wie das KfW-Effizienzhaus 115, 100, 85 und 70 kann der Antragssteller Tilgungszuschüsse auf den gesamten Darlehensbetrag von 2,5 %, 5,0 %, 7,5 % und 10 % machen. Je höher die durch die Bauarbeiten erreichte Energieeffizienz der Immobilie liegt, desto stärker werden Sie von der KfW belohnt.

Natürlich erhält man diese Zuschüsse auf die Tilgungsraten erst nach Begutachtung durch einen Sachverständigen und die Abnahme der ordnungsgemäßen Sanierung. Falls der Eigenheimbesitzer eine Bewilligung für einen Kredit bekommen hat, so sollte er diesen in dem darauf folgendem Jahr nach Zeitpunkt der Zusage in Anspruch nehmen. Nach diesem Zeitraum muss der Interessent eine Bereitstellungsprovision aufwenden, um seine Option behalten zu können. Diese Provision liegt aktuell bei monatlich 0,25 % bezogen auf den beantragten Darlehensbetrag. Eine Verlängerung ist nur auf maximal 2 Jahre möglich, danach verfällt die Kreditzusage seitens der KfW. Die Kreditsumme lässt sich komplett oder in Teilen abrufen. Ansonsten ist ein Zinszuschlag an die KfW zu überweisen.

Ein weiteres Argument für diesen Kredit durch die KfW ist die Möglichkeit innerhalb des ersten Zinsbindungszeitraums den Kredit außerplanmäßig zu zurückzuzahlen. Dabei können entweder die gesamte Kreditsumme oder nur Teilbeträgen ab 1.000 kostenlos zurückerstattet werden.

Fazit zum Programm 151

Der vorgestellte Förderkredit weist einige Vor- und Nachteile auf. Negativ ist beispielsweise, dass Sie gezwungen sind einen Sachverständigen anzuheuern. Im Prinzip ist zwar Expertenwissen sinnvoll, aber sollte man nicht die Wahl haben dies frei zu entscheiden. Beispielsweise wird es sehr wahrscheinlich Interessenten geben, die schon über ein hohes Maß an Fachwissen in diesem Bereich verfügen. Diese müssten dann Geld für Hilfestellungen ausgeben, die sie eigentlich gar nicht benötigen. Außerdem ist der Vorgang der Kreditbeantragung mit relativ viel Zeit verbunden, da man einige Dokumente ausfüllen und Zeit für Termine mit dem Sachverständigen investieren muss.

Positiv an diesem Kreditangebot ist zunächst die Variantenvielfalt. Bei 4 unterschiedlichen Kreditlinien sollte für jeden Antragssteller der passende Kredit dabei sein. Außerdem sind die Konditionen relativ gut, auch wenn man trotzdem noch weitere Angebote einholen sollte. Ein absoluter Pluspunkt ist der Tilgungszuschuss. Entscheiden Sie sich für ein energetisch saniertes Eigenheim, so wird dies auch von der KfW belohnt.

Förderprogramm 152 - Einzelmaßnahmen fördern

Förderprogramm 152 - Einzelmaßnahmen fördern

Das Programm 152 zielt auf die Sanierung von Einzelmaßnahmen ab. Dazu zählen beispielsweise die Dämmung der wärmeführenden Raumwände, Dachflächen und/oder Decken, der Austausch der Fenster und Türen, die Installation einer auf dem gegenwärtigen Stand der Technik befindenden Belüftungsanlage, der Erneuerung der Heizungskörper und der Wärmeverteilungsleitungen, in Anspruch zu nehmende Planungs- und Baudienstleistungen. Vor einem Antrag muss immer ein Sachverständiger die ausgewählte Maßnahme auf ihre Sinnhaftigkeit hin untersuchen und bewerten. Erst nach einer erfolgten Bestätigung durch diesen Experten kann weiter vorgegangen werden. Eine Liste der zugelassen Sachverständigen ab Juli 2012 findet sich hier. Für die Durchführung der Maßnahmen kommen nur Unternehmen in Frage, die die technischen Mindestanforderungen erfüllen. Eine Auflistung der Mindestanforderungen findet sich hier (als PDF-Datei).

Ausgeschlossen von der Förderung sind Objekte, die nach 1994 fertiggestellt wurden, die Ersetzung vorhandener Kredite, Anschlussfinanzierungen, Ferien- oder Wochenendhäuser oder Gewerbeflächen.

Der Vorgang der Antragsstellung vor und nach der Bewilligung

Haben Sie die Maßnahmen mit dem Sachverständigen ihrer Wahl abgesprochen und hat dieser seine Zustimmung dazu gegeben, gehen Sie zu ihrer Hausbank und füllen zusammen mit ihrem Kundenberater den Kreditantrag aus. Die Hausbank wird Ihnen auch bei der Zurverfügungstellung von Sicherheiten behilflich sein. Zusätzlich müssen Sie und ihr Sachverständiger die „Bestätigung zum Kreditantrag“ unterschreiben und beifügen. Formulare und Merkblätter können Sie online auf der Homepage der KfW finden. Außerdem sollten Sie sich schon im Vorfeld mit ihrem Kundenberater bei der Hausbank in Verbindung setzen, um abzuklären, ob Sie überhaupt über genügend Sicherheiten für einen Sanierungskredit verfügen.

Bedenken Sie, nach erfolgter Auszahlung müssen Sie innerhalb der folgenden 9 Monate bei ihrer Hausbank nachweisen, dass Sie die zur Verfügung gestellten Mittel auch wirklich für die angegebenen Maßnahmen genutzt haben. Dazu müssen Sie bei Ihrer Hausbank die „Bestätigung über die antragsgemäße Durchführung der Maßnahmen“ abgegeben. Natürlich muss dieses Formular von Ihnen und Ihrem Sachverständigen unterschrieben worden sein. Dieses Formular finden Sie hier.

Mögliche Zinskonditionen

Interessenten können höchstens 50.000 € pro Wohneinheit vor der Sanierung gewährt bekommen. Dabei werden maximal 100 % der Investitionskosten inklusive Nebenkosten durch den Kreditbetrag abgedeckt.

Das Programm 152 bietet dem interessierten Kreditnehmer 4 unterschiedliche Kreditvarianten:

  • Wählt man einen Effektivzinssatz von 1,00 % pro Jahr und einer Laufzeit von 10 Jahren, kann man mit einer Zinsbindung von 10 Jahren und 2 tilgungsfreien Anlaufjahren ausgehen.
  • Bei einem Effektivzinssatz von 1,11 % pro Jahr und einer Laufzeit von 8 Jahren kann man mit einer Zinsbindung und einer tilgungsfreien Anlaufzeit von ebenfalls 8 Jahren rechnen.
  • Eine weitere Option besteht in einem Kredit mit einem Effektivzins von 1,26 %, einer Laufzeit von 20 Jahren, einem tilgungsfreien Anfangszeitraum von 3 Jahren sowie einer 10-jährigen Zinsbindung.
  • Schließlich kann man sich auch für einen Sanierungskredit über 30 Jahren mit einem Effektivzinssatz von 1,51 %, einer tilgungsfreien Anfangszeit über 5 Jahren sowie einer ebenfalls 10 Jahre dauernden Zinsbindungsphase entscheiden.

Falls der Eigenheimbesitzer eine Bewilligung für einen Kredit bekommen hat, so sollte er diesen in dem darauf folgendem Jahr nach Zeitpunkt der Zusage in Anspruch nehmen. Nach dieser Frist muss der Interessent ansonsten eine Bereitstellungsprovision aufwenden, um seine Option behalten zu können. Diese Provision liegt aktuell bei monatlich 0,25 % bezogen auf den beantragten Darlehensbetrag. Eine Verlängerung ist nur auf maximal 2 Jahre möglich, danach verfällt die Kreditzusage seitens der KfW.

Ein weiteres Argument für diesen Kredit durch die KfW ist die Möglichkeit innerhalb des ersten Zinsbindungszeitraums den Kredit außerplanmäßig zurückzuzahlen. Dabei können entweder die gesamte Kreditsumme oder nur Teilbeträge ab 1.000 € kostenlos zurückerstattet werden.

Welche weiteren Kredite oder Zuschüsse man wahrnehmen kann?

Viele Antragssteller werden sich die Frage stellen, ob es möglich ist, noch weitere Kredite oder Zuschüsse der KfW zu erhalten. Diese Frage ist bei Einhaltung der folgenden Bedingung zu bejahen. Grundvoraussetzung ist, dass die Sanierungskosten unter der Summe der Fördermittel liegen.

Entscheidet man sich für eine Baubegleitung durch einen Fachmann, so kann man sich für diese Dienstleistung durch das Programm 431 Energieeffizient Sanieren - Baubegleitung finanzielle Unterstützung holen. Soll das Eigenheim altersgerecht umgebaut werden, so kann man zusätzlich noch das Programm 159 - Altersgerecht Umbauen beantragen.

Für den Fall, dass bei einem Wechsel der standardmäßigen Heizungsanlagen die neuen Geräte durch erneuerbare Energieträger betrieben werden sollen, lässt sich statt des Programmes 152 auch ein Zuschuss des BAFA-Programms „Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt“ beantragen. Leider ist eine gleichzeitige Inanspruchnahme des KfW-Förderkredits und dieses Zuschusses nicht möglich. Außerdem ist eine parallele Bewilligung der Förderung durch die Programme 151 - Energieeffizient Sanieren - Kredit, 430 Zuschuss oder 153 Energieeffizient Bauen für dieselbe Wohneinheit ausgeschlossen.

Bewertung des Programms 152

Vor der Aufnahme eines Kredites zur Finanzierung einer Einzelmaßnahme sollten Sie sich im Klaren darüber sein, wie viel Geld Sie dadurch in Zukunft sparen werden und ab wann sich die Investition amortisiert hat. Die Aufnahme eines Kredites und sei er noch so günstig, verursacht immer Finanzierungskosten. Das gilt auch für Kredite von der KfW. Diese ist zwar im Besitz des Bundes und der Bundesländer, ist aber wie andere Banken an einer möglichst hohen Gewinnerzielung interessiert. Sie sollten also nur einen Kredit aufnehmen, wenn Sie sich sicher sind, dass Sie auf lange Sicht gesehen zukünftig durch die Kosteneinsparungen mehr im Portemonnaie haben und damit selber ein gutes Geschäft machen. Natürlich sollten Sie mit der Maßnahme beginnen, die die höchste Rendite verspricht.

Außerdem dürfen Sie den Kredit nur aufnehmen, wenn Sie sich zu 100 % sicher sind, dass Sie sich diesen auch über die gesamte Kreditlaufzeit leisten können. Informiert man sich auf dem Portal der KfW, so wird jeder Kredit als besonders günstig angepriesen. Dies trifft aber auf jede Bank zu, da diese möglichst viele Darlehen verkaufen wollen. Es stellt sich immer die Frage, ist der angebotene Effektivzins bzw. der Anbieter für mich als Kreditnehmer wirklich die erste Wahl. Sie müssen also mehrere Kreditangebote einholen und diese vergleichen. Bei dem Vergleich spielt nicht nur der Effektivzins eine Rolle, sondern auch die weiteren Eigenarten wie beispielsweise die Laufzeit, die Zinsbindung, die Tilgungsrate oder weitere Konditionen. Insbesondere sollte man schauen, in welcher Zinsphase man sich gegenwärtig befindet. Diese bestimmt den jeweiligen Effektivzins, den Sie bekommen werden. Es kann also unter Umständen ratsam sein, mit dem Vorhaben noch einige Monate zu warten, um schlussendlich einen günstigeren Effektivzins zu erhalten.

Weiterhin fällt auf, dass die Darstellung der Antragsstellung sehr kompliziert ist. Man muss schon einige Zeit investieren, um überhaupt zu verstehen, was alles zu tun ist, um den gewünschten Kredit zu bekommen. Auch bei der Nachbereitung ist einiges an Papierkram zu erledigen. Dies kostet den Interessenten schon im Vorfeld Zeit, die man im Grunde als zusätzliche Kreditkosten aufführen müsste.

Negativ sind außerdem die aufgeführten Bedingungen. Den Kredit bekommt beispielsweise nicht jeder Hauseigentümer, sondern nur diejenigen, die im Besitz eines vor 1995 entstandenen Hauses sind. Außerdem muss man sich grundsätzlich um einen Sachverständigen kümmern. Alleine die Zeit für die Suche und die Treffen kosten Geld. Falls der Interessent ein passionierter Heimwerker ist und sich mit der Materie sehr gut auskennt, sind dies unnötige Zusatzkosten.

Andererseits werden die KfW-Kredite gefördert und sollen möglichst großen Teilen der Bevölkerung zugänglich gemacht werden. Daher ist das Darlehen sehr wahrscheinlich schon relativ günstig und man kann die Anfangsjahre zumeist ohne Tilgungsraten auskommen. Dies verringert die monatlichen Raten und der Darlehensnehmer bekommt Zeit geschenkt, die er zum Aufbau von Rücklagen zur Abzahlung nutzen kann.

Das Förderprogramm 153 - Energieeffizient bauen

Förderprogramm 153 - Energieeffizient bauen

Dieser Förderkredit weist relativ starke Ähnlichkeiten zu dem Förderprogramm 151 auf. Ein Unterschied liegt in der Zielgruppe. Auch Hausbauer oder -käufer, die ein Objekt erwerben möchten, welches noch jüngeren Baudatums ist, können Antrag auf dieses Darlehen stellen. Natürlich muss der Interessent das Ziel haben sein künftiges Eigenheim in ein Niedrigenergiehaus zu verwandeln, das dem KfW-Effizienzhausstandard 70, 55, 40 oder sogar dem eines Passivhauses entspricht. Weiterhin können sich auch Besitzer bestehender Gebäude Hoffnungen machen, wenn diese freistehende Flächen in Wohnraum umfunktionieren wollen. Optional können auch Denkmalsanierungen über dieses Programm gefördert werden. Ausgenommen sind Anschlussfinanzierungen, Teilfinanzierungen schon angefangener Aktivitäten oder Ferien- und Wochenendhäuser. Die Antragsstellung funktioniert analog zu dem Programm 151.

Mit welchen Kreditkonditionen kann man rechnen?

Insgesamt können pro Wohneinheit maximal 50.000 € als Kredit in Anspruch genommen werden. Dieser kann die Finanzierung für 100 % der Investitionskosten stellen. Bei diesem Förderdarlehen bietet die KfW 4 unterschiedliche Kreditlinien an.

  • Ein Darlehen über 10 Jahre mit einer ebenso langen Zinsbindung und einer tilgungsfreien Anlaufzeit von 2 Jahren erfordert einen Effektivzins p.a. von 1,92 %.
  • Entscheidet man sich für eine Laufzeit von 8 Jahren und einer Zinsbindung für diesen Zeitraum, so erhält man einen Effektivzins von 2,22 % p.a. und eine tilgungsfreie Anlaufzeit von ebenfalls 8 Jahren.
  • Wählt man eine längere Kreditlaufzeit von 20 Jahren, so verursacht der Kredit Kosten von 2,38 % an Effektivzinsen p.a. und man erhält als Kreditnehmer eine Zinsbindung über 10 Jahre sowie eine tilgungsfreie Anlaufzeit von 3 Jahren.
  • Als letzte Wahlmöglichkeit wird das Darlehen über 30 Jahre angeboten mit einer Zinsbindung von 10 Jahren und einer tilgungsfreien Anlaufzeit von 5 Jahren. Diese Variante schlägt mit einem Effektivzinssatz von 2,53 % p.a. zu Buche. Bei Ende des tilgungsfreien Anfangszeitraums, muss der Kredit über Annuitäten getilgt werden. Eine vorzeitige Abzahlung des Kredits ist ab 1.000 € ohne Zusatzkosten möglich.

Nach dem Zeitraum der Zinsfestsetzung macht die KfW ein Anschlussfinanzierungsangebot. Außerdem kann der Kreditnehmer einen Tilgungszuschuss bekommen, der sich nach dem durch die Immobilie erzielbaren Energiewerten bemisst. Erreicht das Haus den Status eines KfW-Effizienzhausstandards 55 (inklusive Passivhaus), so erhält man einen Tilgungszuschuss von 5 % auf die gesamte Kredithöhe. Führen die Umbaumaßnahmen sogar zu einem KfW-Effizienzhaus 40 (inklusive Passivhaus) - Äquivalent, so wird ein Zuschuss auf die Tilgungssumme von 10 % bewilligt. Die Gutschreibung erfolgt nach der Bestätigung der ordnungsgemäßen Durchführung der Arbeiten durch den engagierten Sachverständigen und Vertretern ihrer Hausbank.

Nach Erhalt einer Kreditzusage muss das Darlehen binnen eines Jahres entweder als Ganzes oder in Teilen abgerufen werden. Geschieht dies nicht wird, von der KfW eine monatliche Bereitstellungsprovision von 0,25 % bezogen auf die noch nicht abgerufene Kreditsumme gefordert. Eine Verlängerung ist maximal über weitere 2 Jahre möglich. Weiterhin dürfen Sie nicht vergessen binnen 9 Monaten nach Auszahlung die programmgemäße Verwendung der Summe bei ihrer Hausbank nachzuweisen. Der Verwendungsnachweis ist online abrufbar und muss von ihrem Sachverständigen unterschrieben worden sein.

Parallele Inanspruchnahme weiterer KfW-Programme

Wie bei allen Kombinationen gilt, dass die gesamte Förderungssumme nicht die Baukosten übersteigen darf. Bei dem Programm 153 ist eine zusätzliche Finanzierung über das Programm 124 - KfW-Wohneigentumsprogramm machbar. Bezog auf eine Wohneinheit ist eine weitere Kreditaufnahme über die Programme 151, 152 oder 430 ausgeschlossen.

Einschätzung des Förderprogramms 153 - Energieeffizient bauen

Vorteilhaft bei diesem Programm ist die sehr breite Zielgruppe. Fast für alle Eigentümer von Immobilien kommt diese Form des Förderkredits in Betracht. Aufgrund dieser nicht so engen Auswahl von möglichen Kreditnehmern ist der Effektivzins pro Jahr im Durchschnitt höher als bei anderen KfW-Programmen. Hier gilt, holen Sie andere Kreditangebote ein und vergleichen Sie die Kreditbedingungen. Negativ ins Gewicht fällt die recht komplizierte Antragsstellung, zu der neben Terminen mit Vertretern der Hausbank auch solche mit einem Sachverständigen gehören. Diese verursachen vielleicht nur geringe direkte Nebenkosten, aber man muss trotzdem Zeit investieren, was im Endeffekt zu weiteren Kosten führt.

Das Förderprogramm 159 - Altersgerecht Umbauen

Modernisierung der sanitären Anlagen - Haltesysteme

Diese Kreditform zielt auf Eigenheimbesitzer oder Vermieter ab, die Barrieren in ihrem Wohnumfeld beseitigen wollen. Damit verbunden ist immer der Wunsch die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern. Als Sanierungsmaßnahmen für einen Kredit kommen die Errichtung neuer Wege in Gebäude und Wohnungen, die Verbreiterung und Überdachung von Eingangsbereichen, der Bau von Aufzugsanlagen und/oder Rampen, die Optimierung der Raumzuschnitte, die Modernisierung der sanitären Anlagen wie zum Beispiel eine ebene Dusche oder das Anbringen von Stütz- und Haltesystemen oder Kommunikationssysteme. Bei einer ganzheitlichen Sanierung kann das eigene Haus auch zu einem Mehrgenerationenhaus umgebaut werden. Beachten Sie, dass die genannten Maßnahmen relativ aufwendig sind und technische Mindestanforderungen der KfW erfüllen müssen. Erklärungen dazu finden Sie hier. Fast immer werden Sie Unternehmen für die Arbeiten engagieren müssen. Diese können dann die Angemessenheit der Baumaßnahmen über ihre Rechnungen bezeugen.

Ausgeschlossen von diesem Programm sind Ablösungen von schon bestehenden Kreditlinien, eine Nutzung als Anschlusskredit, Objekte wie Ferien- und Wochenendhäuser oder Gewerbeflächen. Zusätzlich zu einer Beantragung dieses Förderkredits können bei Sanierungsmaßnahmen die Kreditprogramme 151 oder 152 sowie das Zuschussprogramm 430 in Betracht kommen. Ist eine zukünftige Eigennutzung geplant kann außerdem das KfW-Wohneigentumsprogramm 124 genutzt werden. Eine Grenze liegt wie bei allen KfW-Programmen bei der Höhe der Umbaukosten. Kreditsummen, die diese übersteigen, werden nicht bewilligt.

Zinsvorteile für den altersgerechten Umbau

Die Kredithöhe ist auf maximal 50.000 € pro Wohneinheit festgesetzt und kann binnen eines Jahres nach Bewilligung in Anspruch genommen werden. Eine Verlängerung dieser Frist ist für einen Zeitraum von 2 Jahren möglich. Wird der Kredit nicht nach 4 Monaten + 2 Bankarbeitstagen angenommen, so wird eine Bereitstellungsprovision von 0,25 % der Kreditsumme fällig. Die Zurückzahlung erfolgt über monatlich konstante Raten. Es besteht aber die Option das gesamte Darlehen auf einen Schlag innerhalb der Zinsbindungsfrist zu begleichen. Leider fällt dann ein Vorfälligkeitsentgelt an. Außerdem wird ihre Hausbank die marktüblichen Sicherheiten bei der Kreditvergabe einfordern.

Im Rahmen dieses Programms hat der Darlehensnehmer die Wahl zwischen 7 Kreditvarianten:

  • Bei einem Effektivzins von 1,00 % p.a. und einer Laufzeit von 10 Jahren sind die ersten 2 Jahre tilgungsfrei und der Zinssatz unterliegt 5 Jahren der Zinsbindung.
  • Erhöht sich der effektive Zinssatz auf 1,11 % pro Jahr, verdoppelt sich die Laufzeit auf 20 Jahre. Die Zinsbindung bleibt bei 5 Jahren, aber man erhält ein zusätzliches Jahr, also insgesamt 3 Jahre, ohne Tilgungsraten tätigen zu müssen.
  • Eine weitere Variante bietet eine 10-jährige Laufzeit mit einem Effektivzins von 1,26 % p.a. und einen ebenso langen Zinsbindungszeitraum. Außerdem sind die ersten beiden Jahre tilgungsfrei.
  • Einen Kredit mit dem gleichen Zinssatz wie bei 3. lässt sich auch über 30 Jahre vereinbaren. Dabei sind die ersten 5 keine Tilgungsraten zu zahlen und der Zins ist über 5 Jahre fest gebunden.
  • Neben den schon genannten Kreditvarianten lässt sich auch ein Angebot mit einem Effektivzinssatz von 1,56 % p.a. annehmen. Gleichzeit dauert die Laufzeit, der Zinsbindungszeitraum und die tilgungsfreie Anlaufzeit jeweils 8 Jahre.
  • Erhöht sich der Zins auf 1,66 % im Jahr, so sind die ersten 3 Jahre nur die Zinsraten zu zahlen. Der Kreditzeitraum beläuft sich auf 20 Jahre, wobei der Zinssatz während der ersten 10 Jahre festgeschrieben ist.
  • Bei der teuersten Variante muss man effektiv mit 1,81 % p.a. rechnen. Diese Rate bleibt über die ersten 10 Jahre konstant. Außerdem sind ersten 5 Jahre tilgungsfrei. Insgesamt läuft der Kredit über relativ lange 30 Jahre.

Ab Ende der Zinsbindungsfrist unterbreitet die KfW dem Kreditnehmer ein Anschlussfinanzierungsangebot. Die Antragsstellung verläuft genauso wie bei dem Programm 151.

Beurteilung des Förderprogramms 159

Das Angebot der KfW bietet zwar relativ niedrige Effektivzinsen, aber die 7 Varianten differieren recht stark zwischen den einzelnen Kreditkonditionen. Außerdem führt dies dazu, dass man schon im Vorfeld genau abwägen muss welche man auswählt. Insgesamt sind die Laufzeiten doch recht lang, wenn man sich die angesprochene Zielgruppe anschaut. Insbesondere bei den Kreditlinien mit mehr als 20 Jahren Laufzeit stellt sich die Frage, ob diese für Personen ab 50 Jahren sinnvoll sind. Möchte man als Rentner noch jeden Monat Kreditzahlungen leisten? Ist dies der Fall, so muss der Kreditnehmer noch bis zum 80. Lebensjahr oder länger sein aufgenommenes Darlehen abzahlen. Außerdem ist zwar eine vorzeitige Tilgung möglich, aber wiederum mit Zusatzkosten verbunden. Die entscheidende Frage ist, ob die durch die Modernisierung herbeigerufenen Annehmlichkeiten einen entsprechenden Gegenwert liefern. Außerdem muss der Antragssteller wie bei jedem Kredit über die dementsprechenden Sicherheiten verfügen. Nur weil die KfW mit günstigen Zinsen wirbt, heißt das noch lange nicht, dass dieses Versprechen auch eingehalten wird. Sie sollten also auch Konkurrenzangebote einholen bevor Sie einen Kreditvertrag abschließen.

Das Programm 430 Energieeffizient Sanieren - Investitionszuschuss

Dieser Zuschuss kann für Vorhaben verwendet werden, die darauf abzielen sein Haus zu einem KfW-Effizienzhaus-Standard zu modernisieren. Weiterhin eignet sich das Programm zur Aufarbeitung von Baudenkmälern oder anderer erhaltenswerter Objekte. Interessant ist auch die Möglichkeit nur einzelne Maßnahmen zu einem Teil zu finanzieren. Eine Auflistung, welche Handlungen genehmigt werden, finden Sie hier.

Antragsstellung über Online-Formular

Die Antragsstellung muss immer vor der Sanierung und dem Kauf eines Gebäudes erfolgen. Außerdem sollte vor der Beantragung das Vorhaben mit dem Sachverständigen in allen Einzelheiten durchgeplant werden. Entgegen der Kreditvergabe, die über die Hausbank erfolgt, muss der Interessent seinen Antrag über ein Online-Formular ausfüllen. Anschließend wird der Antrag ausgedruckt und von dem Antragssteller sowie von dem Sachverständigen unterschrieben. Zusätzlich müssen noch Kopien der beiden Seiten des Personalausweises dem Antrag beigefügt werden. In einem letzten Schritt erfolgt die Absendung per Post an die KfW Bankengruppe, 10865 Berlin. Beachten Sie, ein anderer Weg per Fax oder E-Mail wird nicht weiterbearbeitet und hat keinen Erfolg!

Wird der Antrag als bezuschussungsfähig eingestuft, werden Sie schriftlich benachrichtigt. Sind die Sanierungsarbeiten fertig gestellt, so müssen Sie der KfW noch Nachweise über diese Arbeiten zu kommen lassen. Dazu zählen der Verwendungsnachweis (inklusive Bewertung und Unterschrift durch den Sachverständigen bei sachgemäßer Durchführung), die Rechnungen des Sachverständigen sowie der von ihnen beauftragten Unternehmen und bei einem Heizungsaustausch die fachliche Bestätigung über den hydraulischen Abgleich. Für den Verwendungsnachweis gilt: Dieser muss innerhalb von 3 Jahren nach dem Zeitpunkt der Zusage erfolgen. Den Vordruck dafür finden Sie hier. Zu guter Letzt erhalten Sie dann eine Überweisung auf Ihr Konto.

Höhe der Zuschüsse

Wie viel man bekommt, hängt davon ab, wie energieeffizient die Wohnung oder das Haus nach der erfolgten Modernisierung ist. Insgesamt sind bis zu 15.000 € an Zuschüssen für jede Wohneinheit erreichbar. Beschränkt man sich nur auf Einzelmaßnahmen, so kann man jeweils mit bis zu maximal 3.750 € rechnen. Eine Einschränkung gibt es aber im Bezug auf die Anzahl der bezuschussten Wohneinheiten. Mehr als 2 werden nicht gefördert.

Ab 2012 erhält man für jede Einzelmaßnahme 7,5 % der förderfähigen Kosten. Bei dem Ziel KfW-Effizienzhaus Denkmal können 10,0 % oder bis zu 7.500 € für jede Wohneinheit fällig werden. Gleiches gilt für ein KfW-Effizienzhaus 115. Verfolgt man das Ziel sein Eigenheim energetisch noch weiter zu verbessern und dies in eine KfW-Effizienzhaus 100, 85, 70 oder 55 umzuwandeln, so kann man aufsteigend bis zu 12,5 %, 15,0 %, 17,5 % oder sogar 20,0 % der förderfähigen Kosten erreichen. Der Höchstbetrag des Zuschusses ist demnach bezogen auf eine Wohneinheit 9.375 €, 11.250 €, 13.125 € oder 15.000 €. Als Mitglieder einer Wohneigentümergemeinschaft ist der zugewiesene Einzelzuschuss abhängig von dem Anteil am Gesamteigentum. Weniger als 300 € werden nicht vergeben.

Eine weitere Beantragung zusätzlicher Fördermittel

Zusätzliche Förderung durch Kredite oder Zuschüsse aus Bundes- oder Länderprogrammen ist ausgeschlossen. Bei zusätzlichen Mitteln durch andere Förderer, wird von Seiten der KfW auf die 10 %-Regel verwiesen. Diese besagt, dass sich die Summe der von Dritten gewährten Zuschüssen auf nicht mehr als 10 % der förderfähigen Kosten bemessen darf. Insgesamt können also bis zu 20 % an Gesamtzuschüssen eingeworben werden. Ist der Anteil der Förderung von Dritten höher als 10 %, so wird der Zuschuss durch die KfW dementsprechend gekürzt. Eine Ausnahme dieser Regel gilt für Baudenkmäler! Das Programm 430 lässt sich mit einer Baubegleitung oder dem altersgerechten Umbau kombinieren. Sanierungskredite über die Programme 151 und 152 können nicht parallel beantragt werden.

Bewertung des Programms 430 Energieeffizient Sanieren - Investitionszuschuss

Dieses Programm bietet dem kostenbewussten Immobilienbesitzer, der seine Energiekosten senken möchte, eine gute Möglichkeit den eigenen Geldbeutel zu schonen. Auch wenn man nicht genau weiß, ob man wirklich einen Zuschuss für sein Vorhaben erhält, sollte man den Antrag auf jeden Fall abschicken. Man hat ja nichts zu verlieren, sondern kann nur gewinnen.

Positiv ist auch die im Vergleich zu anderen Programmen der KfW relativ einfache Antragsstellung. Außerdem bekommt man die Zuschüsse teilweise auch dann noch, wenn man weitere Fördermöglichkeiten in Anspruch nimmt. Im Gegensatz zu einem Kredit ist der gewährt Zuschuss ein kostenloses Geschenk, das man in Anspruch nehmen sollte.

Zuschuss zur professionellen Baubegleitung - das Programm 431

Professionelle Baubegleitung durch einen Sanierungsexperten

Sind Sie im Begriff mit Hilfe der KfW-Programme 151,152 oder 430 aus Ihrem Eigenheim ein KfW-Effizienzhaus zu machen und brauchen Sie bei der Ausführung einen professionellen Berater? Dann können Sie sich einen Teil der Kosten über einen weiteren Zuschuss der KfW zurück holen. Durch das Programm 431 - Baubegleitung können beispielsweise für Planungsarbeiten, der Ausschreibung und der Angebotsbewertung, der Durchführung von bestehenden Bauarbeiten, der Abnahme und/oder der Bewertung der Arbeiten Zuschüsse beantragt werden.

Für eine erfolgreiche Bewilligung müssen natürlich zu jeder Leistung die Rechnungen gesammelt und aufbewahrt werden. Ohne Belege ist jede Beantragung zum Scheitern verurteilt. Außerdem ist dieser Zuschuss an die schon genannten Programme gekoppelt und kann ausschließlich zusammen mit diesen bewilligt werden. Es werden mindestens 300 € und maximal 4.000 € pro Antragssteller und Projekt sowie höchsten 50 % der anfallenden Kosten für einen Sanierungsexperten bezuschusst.

Die Frist für den Antrag beträgt 3 Monate nach Vertragsabschluss mit einem qualifizierten Bausachverständigen. Hierbei zählt das Datum der Rechnungsausstellung. Das Ausfüllen des Antrags kann online erledigt werden. Anschließend müssen Sie diesen dann zusammen mit einer Kopie des beidseitigen Personalausweises und der Rechnungen des beauftragten Sachverständigen an die KfW Bankengruppe in 10865 Berlin schicken.

Falls Sie sich sowie so für die Beauftragung eines Baubegleiters entschieden haben, sollten Sie dieses Angebot der KfW auf jeden Fall in Anspruch nehmen. Außer der für den Antrag zu investierenden Zeit, entstehen ja keine Kosten. Im Erfolgsfall können Sie aber mit Zusatzeinnahmen für Ihr Projekt rechnen.

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Butkiewicz

Autor: Adam Butkiewicz, Hypochart GmbH

Adam Butkiewicz ist Geschäftsführer und Gründer der HypoChart GmbH, dem Online-Spezialisten für Vergleich und Entwicklung von Baufinanzierungszinsen.