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Immobilienkauf: Hauskauf oder Wohnungskauf?

Haus oder Wohnung

Immer häufiger erkennen Bundesbürger, dass eine Investition in die eigenen vier Wände eine wertbeständige Kapitalanlage ist, in der man auch noch wohnen kann. Unabhängigkeit und eine höhere Lebensqualität sind schließlich unschlagbare Vorzüge. Ist erst einmal die Entscheidung für eine eigene Immobilie gefallen, bleibt noch die Beantwortung der Frage, ob es ein Haus oder eine Eigentumswohnung sein soll.

Viele Menschen ziehen das freistehende Haus einer Wohnung vor und entscheiden sich bevorzugt für das gebrauchte Wohneigentum. Vielfach basiert diese Entscheidung auf der Annahme, sich mit dem Erwerb einer Bestandsimmobilie eine Menge Arbeit zu sparen. Laut statistischen Angaben sind frei stehende Immobilien der Favorit auf der Wunschliste der Bundesbürger. Von knapp 16,9 Millionen Wohneigentumbesitzern verfügen 10 Millionen über frei stehende Immobilien. Dies ist zugleich die teuerste Variante von Wohneigentum. Der Kaufpreis für ein Haus bewegt sich bei rund 400.000 Euro. Bei einem herkömmlichen Reihenhaus bei etwa 255.000 Euro. Hier spielt die Lage einen entscheidenen Faktor.

Bestandsimmobilien: Top oder Flop?

Waren es früher Neubauten, die ganz oben auf der Wunschliste von künftigen Eigenheimbesitzern standen, überzeugt heute zunehmend der Charme gebrauchter Immobilien. Schließlich punktet eine Bestandsimmobilie unter anderem dadurch, dass diese vergleichsweise zu heutigen Verhältnissen auf einem größeren Grundstück steht. Darüber hinaus entfallen bei gebrauchten Immobilien Zusatzkosten durch nicht fachgerecht ausgeführte Arbeiten und es entfällt der Ärger durch Bauverzögerungen.

In der Regel kann der Käufer zeitnah einziehen und muss nicht eine Doppelbelastung durch Miete und Belastungsrate für ein Baudarlehen fürchten. Zusätzlich punkten gebrauchte Immobilien durch die Wohnlage, denn sie liegen in der Regel in einer natürlich gewachsenen Infrastruktur. Stehen Kosten für eine energetische Sanierung an, lassen sich diese über einen längeren Zeitraum verteilen.

Wohntraum selber realisieren - Neubau bietet viele Extras

Wohntraum Neubau

Toppt die gebrauchte Immobilie mit ihrem individuellen Charme, insbesondere dann, wenn es sich um einen bevorzugten Baustil handelt, kann der klassische Neubau ebenso mit Vorteilen aufwarten. Wenngleich sich heute die Anzahl von Neubauten gegenüber vergangener Jahre enorm reduziert hat, weist die neu errichtete Immobilie dennoch wichtige Vorteile auf.

Der Bauherr sitzt von Beginn der Planung, über die Wahl der Baustoffe bis hin zum Grundriss, der Art der Heiztechnik und dem architektonischen Aussehen mit im Boot des Architekten oder Bauingenieurs. Ist das Haus erst einmal fertig gestellt gilt in der Regel, dass über einen Zeitraum von vielen Jahren nicht mehr mit Kosten zu rechnen ist. Hinzu kommt, dass der Gesetzgeber eine Gewährleistungsgarantie von mehreren Jahren einräumt, wenn Bauschäden auf eine fehlerhafte Ausführung zurück zu führen sind.

Energiesparende Maßnahmen: Beim Neubau kein Problem

Zu den bedeutendsten Vorzügen neuer Immobilien gehört die Möglichkeit, von Anfang an umweltschonenden Heiztechnologien und anderen energetischen Maßnahmen den Vorzug zu geben. Bei der Bauplanung kann sich der Bauherr für ein Passivhaus oder ein sogenanntes Null-Energiehaus entscheiden und muss sich nicht durch bauliche Gegebenheiten einschränken lassen, wie dies häufig bei gebrauchten Immobilien der Fall ist. Steigen die Kosten für Energie weiterhin, amortisieren sich Aufwendungen für eine umweltschonende Heiztechnik bereits nach wenigen Jahren.

Bauplanung einer neuen Immobilie - worauf kommt es an?

Baufortschritt Einfamilienhaus

Alle, die sich für den Neubau der eigenen vier Wände entscheiden, können nicht nur eigene Vorstellungen in das Projekt einfließen lassen, sondern sind auch mit großen Herausforderungen konfrontiert. Insbesondere, wenn der Bauherr selber die Koordination in die Hand nimmt, stehen wichtige Aufgaben an. Dazu gehören Verhandlungen mit Architekten, Handwerkern und auch Behördengänge sind erforderlich, wenn das Bauprojekt zufriedenstellend verlaufen soll.

Daneben können Bauherren die Möglichkeit nutzen, ein schlüsselfertiges Haus zu erwerben. Doch nicht immer werden die Versprechungen von Anbietern schlüsselfertiger Immobilien eingehalten. Entsprechen Leistungs- und Baubeschreibung nicht den tatsächlich ausgeführten Gewerken, oder muss ein Unternehmen unvorhersehbar Insolvenz anmelden, kann dies zu unangenehmen und teuren Überraschungen für den Kunden führen.

In der Regel wird eine Nachfinanzierung nötig, die das zur Verfügung stehende Budget schnell sprengt. Ein "wasserdichter" Bauvertrag minimiert mögliche Risiken. Wer in einen unabhängigen Bausachverständigen investiert, kann ärgerlichen Pfusch am Bau vermeiden. Bausachverständige kontrollieren regelmäßig den Baufortschritt und decken Fehlerquellen frühzeitig auf.

Eigentumswohnung - beliebte Alternative zum Einfamilienhaus

Immer mehr Menschen ziehen das Stadtleben einer Randlage oder gar dem Leben auf dem Lande vor. Die klassische Eigentumswohnung bündelt für viele Menschen alle Vorzüge von Wohneigentum, ohne dass sie auf die Vorzüge des innerstädtischen Wohnens verzichten müssen. Jedoch unterliegt der Besitzer einer Eigentumswohnung auch den speziellen Gegebenheiten, die mit dem gemeinsamen Wohnen unter einem Dach mit anderen Eigentümern verbunden sind.

Zu den Vorzügen gehört, dass Wartungs- und Reparaturkosten von der Eigentümergemeinschaft getragen werden und der Besitzer nur anteilig an den Kosten beteiligt ist. Auch Verhandlungen mit Handwerkern kann sich der Besitzer einer Eigentumswohnung ersparen, denn ein von der Gemeinschaft bestimmter Hausverwalter übernimmt gegen ein Entgelt diese Aufgaben.

Diese Bequemlichkeit muss jedoch gegen individuelle Anforderungen eingetauscht werden. So ist der einzelne Eigentümer auf das mehrheitliche Wohlwollen der Eigentümergemeinschaft angewiesen, wenn es um bauliche Veränderungen oder die Hausordnung geht. Nicht immer können sich die Parteien gütlich einigen. Beschlüsse von Eigentümerversammlungen können sich gegen den Einzelnen negativ auswirken.

Dennoch ist der Erwerb einer Eigentumswohnung in der Regel die günstigste Alternative zu einem frei stehenden Haus und somit auch mit einem durchschnittlich hohen Einkommen zu finanzieren. Die individuelle wirtschaftliche Situation und die Anforderungen an das Wohnumfeld, sowie die Kooperationsbereitschaft der Mitbewohner, gehören frühzeitig auf den Prüfstand. Noch bevor sich der künftige Immobilienbesitzer entscheidet.

Auf die Lage kommt es an

Ganz gleich, ob es das Wohnen auf der Etage sein soll, oder das Haus mit Garten - in jedem Fall müssen bestimmte Kriterien frühzeitig einfließen, um sich vor bösen Überraschungen zu schützen. Die Lage des Wohneigentums nimmt einen besonderen Stellenwert ein, denn sie lässt sich nicht mehr korrigieren, wenn man sich entschieden hat.

Desweiteren müssen die Bausubstanz, die Ausstattung und der Preis korrespondieren, wenn der Eigentümer nachhaltig von seiner neuen Heim profitieren will. So ist nicht nur die Lage der Immobilie ein wichtiger Aspekt, sondern auch die Infrastruktur.

Orientiert an der persönlichen Lebenslage müssen öffentliche Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten, Apotheken und Ärzte vorhanden sein. Diese Faktoren bestimmen unter anderem den Komfort der Immobilien und erhöhen auch den Wiederverkaufswert. Unabhängige Bausachverständige, deren Adressen bei den Verbraucherberatungsstellen einsehbar sind, prüfen Bauverträge und überwachen einzelne Bauabschnitte im Sinne des Auftraggebers.

Butkiewicz

Autor: Adam Butkiewicz, Hypochart GmbH

Adam Butkiewicz ist Geschäftsführer und Gründer der HypoChart GmbH, dem Online-Spezialisten für Vergleich und Entwicklung von Baufinanzierungszinsen.