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Bauspar-Kombikredite

Bausparen und Bauen mit einem Kombikredit

Bauspar-Kombikredit im Überblick

Die eigene Immobilie ist nach wie vor die beste Möglichkeit, um eine solide Altersvorsorge zu betreiben. Doch für viele bauwillige Menschen ist die Finanzierung eines solchen Projektes ein sprichwörtliches Buch mit sieben Siegeln. Dabei muss diese übertriebene Vorsicht nicht sein und der Staat zahlt ohnehin kräftig mit. Wer dabei das Glück hat, neben der staatlichen Wohnungsbauprämie auch eine sogenannte vermögenswirksame Leistung durch den Arbeitgeber erhalten zu können, sollte nicht lange zögern.

Der erste Schritt zu einer eigenen Immobilie führt in diesem Fall über den klassischen Bausparvertrag, der wiederum der Königsweg zu der Nutzung einer soliden Baufinanzierung und der Inanspruchnahme verschiedener Bauspar-Kombikredite ist. Dabei können auch in der Phase der Anschlussfinanzierung Spitzenverzinsungen genutzt und somit gegenüber verschiedenen anderen Angeboten Beträge in fünfstelliger Höhe eingespart werden.

Die aktuelle Bauzinssituation

Die aktuelle Bauzinssituation ist derzeit mehr als günstig, so dass durchaus schnelles Handeln und Entschlussfreude durch gute Finanzierungsmöglichkeiten und Bauzinsen zwischen 1,50 Prozent und um die 2,50 Prozent belohnt werden können. Natürlich kann es auch hier in Abhängigkeit vom gewählten Finanzierungspartner geringe Abweichungen geben.

Zu beachten ist allerdings, dass die meisten Bausparkassen nur Kredite vergeben, die maximale 80 Prozent des Immobilienwertes betragen. Aus diesem Grund ist natürlich auch ein geringes Eigenkapital durchaus von Vorteil. Wer dieses noch nicht besitzt sollte aber keinesfalls verzweifeln.

Hier lohnt sich der Abschluss eines Bausparvertrages, mit dem das benötigte Eigenkapital in durchaus machbarer Form angespart werden kann. Das bedeutet, dass der betreffende Bauherr oder Immobilienkäufer auch bereits dann die günstige Baufinanzierung beantragen - und je nach Bausparkasse auch bereits nutzen - kann, wenn der Bausparvertrag noch nicht voll bespart oder sogar neu abgeschlossen ist. Deshalb sollte man im Einzelfall das Gespräch mit einem Berater des gewählten Instituts suchen, denn dieser wird Mittel und Wege finden, um den Traum von der eigenen Immobilie schnell wahr werden zu lassen. Schließlich war der Zeitpunkt noch nie so günstig wie jetzt und auch eine Anschlussverzinsung ist mit Hilfe verschiedenen Bauspar-Kombikredite schnell und sicher zu tilgen.

Sind Kombikredite besser als klassische Bankangebote?

Ob die neuen Bauspar-Kombikredite besser als klassische Bankangebote sind, kann natürlich nicht pauschal mit ja oder nein beantwortet werden. Trotzdem sind sie zumindest eine Alternative und können sich gerade für Arbeitnehmer durchaus auch als die bessere Alternative gegenüber klassischen Bankangeboten herausstellen. Allerdings ist natürlich nicht alles Gold was glänzt, denn wo eine Bank durchaus auch bei fehlendem Eigenkapital das eine oder andere Auge zudrückt oder zumindest zudrücken kann, besteht diese Möglichkeit bei den Kombikrediten in der Regel nicht.

Bauspar-Kombikredit - Finanzierung

Die Bausparkassen setzen also ein gewisses Eigenkapital von mindestens 20 Prozent des Immobilienwertes voraus, bevor sie zur Finanzierung des Objektes bereits sind. Das bedeutet, dass für Arbeitnehmer, die neben einer staatlichen Wohnungsbauprämie auch die sogenannte vermögenswirksame Leistung in Anspruch nehmen können, die Kombikredite tatsächlich bessere Alternativen sind. Diese Zielgruppe kann sich das Eigenkapital mit Hilfe eines Bausparvertrages ansparen und bereits während dieser Ansparzeit verschiedene Möglichkeiten der Immobilienfinanzierung nutzen.

Für Angehörige der sogenannten freien Berufe oder für Unternehmer kommt dagegen eine Nutzung der Kombi-Kredite definitiv nicht in Frage, da beide Berufs- bzw. Einkommensgruppen weder von den Vorteilen der Riester-Produkte noch von der staatlichen Wohnungsbauprämie oder einer vermögenswirksamen Leistung profitieren können. Auch könnte sich hier die lange Zinsbindung der Kombiprodukte eher negativ auswirken. Gerade diese Faktoren sind für Arbeitnehmer aber Vorteile und sollten von diesen auch genutzt werden, denn dabei sind dann bereits Effektivverzinsungen ab 3,00 Prozent möglich. Diese gewährt regelmäßig keine Bank.

Wie funktionieren die neuen Bauspar-Kombikredite?

Grundsätzlich sollten Interessenten der Bauspar-Kombikredite wissen, dass es sich bei diesem Finanzierungsangebot um eine Kombination aus einem klassischen Bausparvertrag und einem Darlehen handelt, so dass hier natürlich verschiedene Möglichkeiten in Frage kommen können. Diese sind abhängig von der Finanzsituation der künftigen Bauherren, vom Immobilienwert, von der angestrebten Laufzeit und natürlich auch der Höhe des Bausparvertrages, um nur einige - aber wesentliche - Faktoren zu nennen. Dabei schließt der Kreditnehmer regelmäßig einen Bausparvertrag ab, der die Höhe seines Kreditbedarfs besitzt. Der Abschluss erfolgt dabei direkt mit dem finanzierenden Bausparkreditinstitut bzw. der Bausparkasse.

Zum gleichen Zeitpunkt wird dem Kreditnehmer ein Bauspardarlehen zur Verfügung gestellt, dass die Höhe seines Finanzbedarfs besitzt und das erst zu einem späteren Zeitpunkt getilgt wird. Dabei bespart der Kreditnehmer vorerst nur seinen Bausparvertrag und zahlt somit nur die erforderlichen Sparraten ein. Zusätzlich werden ihm Zinsen für den Kredit berechnet, die er natürlich ebenfalls direkt begleicht. Wenn dann das Mindestguthaben von etwa 40 Prozent der Bausparsumme erreicht ist und der Bausparvertrag zur Zuteilung kommt, erhält der Kreditnehmer die Bausparsumme direkt ausgezahlt und löst mit Hilfe dieser Auszahlung das im Voraus gezahlte Bauspardarlehen ab.

Da die ausbezahlte Bausparsumme aber aus dem Guthaben des Kunden bzw. aus dem Guthaben seines Bausparvertrages und aus dem beanspruchten Darlehen besteht, zahlt der Kreditnehmer nun noch die jeweiligen Raten für das betreffende Bauspardarlehen ab. Wer dabei einmal in finanzielle Notsituationen geraten sollte, muss aber nicht verzweifeln, denn hier besteht immer noch die Möglichkeit, die Laufzeit zu verlängern und somit geringere Raten zu vereinbaren. Es ist also wichtig, das Gespräch mit dem jeweiligen Berater zu suchen, statt Raten einfach „ausfallen“ zu lassen. Dabei sind also Laufzeiten von etwa 15 Jahren bis maximal 30 Jahren möglich, so dass auch zwischenzeitlich eine Anpassung und ein Wechsel in ein anderes Modell erfolgen kann.

Der einzige festgelegte Punkt sind dabei die Zinsen, die bereits für die gesamte Laufzeit vereinbart werden und den Vorteil dieses Finanzierungsmodells ausmachen. Auch besteht immer die Möglichkeit, Sonderzahlungen zu leisten. Wer bereits vor Zuteilung des Bausparvertrages verschiedene Sonderzahlungen leisten möchte, sollte dies mit der betreffenden Bausparkasse besprechen, denn nicht bei allen Instituten besteht diese Möglichkeit. Hier wird aber schnell mit Hilfe eines Sonderkontos Abhilfe geschaffen, so dass die betreffende Sonderzahlung später der Darlehensrückzahlung zu Gute kommen kann.

Vorteile des Bausparkombikredits mit Wohnriester

Eine interessante Kombination ist auch die Nutzung des sogenannten Wohnriester, der nun auch für die Schaffung von Wohneigentum gezahlt wird. Dabei können neben den Vorteilen des Bausparens auch die Vorteile des sogenannten Riester Modells zur Finanzierung der Immobilie genutzt und auf diesem Wege eine Sonderrückzahlung ermöglicht werden. Weiterhin ist dabei in verschiedenen Fällen eine Verkürzung der Laufzeit möglich. Im Einzelfall ist hier also ebenfalls eine individuelle Beratung sinnvoll und unumgänglich.

Butkiewicz

Autor: Adam Butkiewicz, Hypochart GmbH

Adam Butkiewicz ist Geschäftsführer und Gründer der HypoChart GmbH, dem Online-Spezialisten für Vergleich und Entwicklung von Baufinanzierungszinsen.