Bauzinsen Entwicklung für das 2. Quartal 2012

Aktuelle Bauzinsen Entwicklung begünstigt Immobilienbau

EZB verfolgt konstant Strategie aus dem 1. Quartal

Weder die hohe europaweite Inflationsrate, noch die Belastungen durch den Euro-Rettungsschirm für das stark verschuldete Sorgenkind Griechenland haben die EZB dazu bewegt, von ihrer bisherigen Strategie abzurücken. Vielmehr verfolgen die Notenbanker das Ziel, die Wirtschaft mit billigem Geld zu versorgen. Das Rekordtief von nur einem Prozent wird auch für das 2. Quartal 2012 die europäische Finanzmarktsituation bestimmen und dies, obwohl zeitgleich die Inflationsprognose angestiegen ist.

Mit dieser Strategie wird die Taktik der Notenbank fortgesetzt, die bereits im letzten Quartal 2011 anvisiert wurde. Die Kommission um Notenbankchef Mario Draghi entschloss sich wider Erwarten, mit zwei Zinsschritten nach unten den Leitzinssatz auf nur 1 Prozent festzuzurren, um billiges Geld in das europäische Bankensystem zu spülen. Das neu aktivierte Kreditgeschäft erhöht das Rücklagenpolster und stärkt die Kreditgeschäfte der Banken.

Niedrigzinssatz - Immobilienkäufer und Bauherren profitieren

Der nach wie vor gültige Rekord-Leitzins der EZB wirkt sich nachhaltig auf den Bauzins-Markt aus und stellt auch für das 2. Quartal 2012 einen historisch niedrigen Bauzins für künftige Eigenheimbesitzer in Aussicht. Hatten sich viele Volkswirte zur Jahreswende auf eine Zinswende eingestellt und damit gerechnet, dass die EZB mit ihrer Zinssenkungspolitik nun pausieren würde, hat sich nun ein extrem günstiger Zins etabliert. Schon wird damit gerechnet, dass der Leitzins unter die Rekordmarke von 1 Prozent fallen könnte. Das wäre der niedrigste Zins seit dem Bestehen der Europäischen Zentralbank.

Da der Leitzinssatz die Kreditkosten beeinflusst, zu denen sich herkömmliche Banken Geld leihen können, profitieren langfristig Verbraucher und Unternehmen davon und helfen mit, das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Der aktuelle Niedrigzinssatz eignet sich ideal für lange Zinsbindungsfristen. Selbst eine Zinsbindung von zehn und mehr Jahren ist derzeit zu moderaten Aufschlägen zu haben und erhöht gleichzeitig die Planungssicherheit für Darlehensnehmer. Gleichzeitig lassen sich Zinseinsparungen für einen höheren Tilgungssatz verwenden, um nochmals Zinskosten einzusparen und den Weg in die Schuldenfreiheit zu verkürzen.

Parallel dazu verhält sich die EZB zurückhaltend, sich am Schuldenschnitt der Griechen zu beteiligen, um Milliardenlöcher zu stopfen. Finanzexperten halten es jedoch für möglich, dass die EZB ihre griechischen Anleihen im Gesamtwert von rund 55 Milliarden Euro ohne Gewinne und Verluste an den europäischen Rettungsfonds abtritt ohne sich mit dem Vorwurf konfrontieren zu lassen, mit Hilfe der Notenpresse eine Staatsfinanzierung zu unterstützen.

Eigentumserwerb – jetzt ist der richtige Zeitpunkt!
Günstige Entwicklung für Baufinanzierungen

Alle, die eine Bestandsimmobilie erwerben oder neu bauen wollen, sollten ihren Wohntraum jetzt realisieren, denn billiger wird es kaum. Die Entwicklung der Bauzinsen 2012 steht der Inflationsrate im Konsens zu den gestiegenen Ölpreisen gegenüber, die von 2,1 auf nunmehr 2,3 Prozent angestiegen ist. Baudarlehen mit einer zehnjährigen Bindungsfrist kosten aktuell kaum mehr, als 2,70 Prozent.

Darlehensnehmer, die der Anschlussfinanzierung am Ende der Zinsbindung entgehen wollen, profitieren von Darlehenslaufzeiten von 20 und mehr Jahren, die bereits mit einem Zinssatz von 3,36 Prozent vereinbart werden können. Die Bauzinsen Entwicklung 2012 wird aller Voraussicht nach auch in den kommenden Monaten günstige Konditionen für Häuslebauer bieten. Dennoch raten Finanzexperten, den Abschluss eines Kreditgeschäfts nicht auf die lange Bank zu schieben.

Verstärkter Wettbewerb drückt die Bauzinsen zusätzlich

Versicherungsgesellschaften gehen seit der weltweiten Finanzkrise im Jahr 2009 schärfer mit eigenen Baufinanzierungsprodukten für den gewerblichen wie auch privaten Bereich an den Markt und heizen den Wettbewerb zu den Banken und ihrem Kerngeschäft an. Strengere Eigenkapitalregelungen und seit Jahren sinkende Renditen zwingen die Versicherungsunternehmen dazu, stärker als bisher auf das Segment Baufinanzierung zu setzen.

Bedingt durch den verschärften Wettbewerb zwischen konventionellen Banken und Versicherern, profitieren gewerbliche wie auch private Bauherren von attraktiven Konditionen. Schließlich setzen auch Kapitalanleger nicht einzig und allein auf sichere Bundesanleihen, sondern geben verstärkt einer Immobilie als Anlageobjekt den Vorzug. So war Baugeld im September 2011 zu Rekord-Konditionen zu haben und auch lange Zinsbindungen erwiesen sich als attraktiv.

Verstärkter Wettbewerb für Baugeld

Bislang konnten sich Bausparkassen, Sparkassen, Kredit- und Genossenschaftsbanken den großen Kuchen im Bereich Wohnungsbaufinanzierungen größtenteils untereinander aufteilen. Der Marktanteil der Versicherungsgesellschaften lag bisher bei lediglich rund 5 Prozent. Angesichts der finanzpolitischen Entwicklungen im Euro-Raum und auf dem deutschen Anlagemarkt, macht eine Ausweitung der Geschäftsfelder unerlässlich, wollen Versicherungen weiterhin Einbußen in ihrem Kerngeschäft auffangen.

Der Wettbewerb ist derzeit auf niedrigere Beleihungsausläufe ausgerichtet, denn Versicherungen bieten lediglich bis zu einem Beleihungswert von höchstens 80 Prozent attraktive Konditionen an.

Niedriger Leitzinssatz – Chancen jetzt nutzen
Warnschild für steigende Zinsentwicklung

Auch in naher Zukunft werden Kapitalanleger in sichere Bundesanleihen flüchten und somit die Bonität der Bundesrepublik verbessern. Aktuell kann sich Deutschland fast kostenlos Geld an den Märkten leihen. Daraus resultiert ein günstiges Umfeld für Bauzinsen, die sich aller Voraussicht nach auch in den kommenden Monaten auf einem niedrigen Niveau bewegen werden. Wer als künftiger Immobilienbesitzer über eine optimale Bonität verfügt, wird von den Banken mit einem attraktiven Zinsabschlag belohnt. Alle, die auf diese Weise einsparen, haben den idealen Weg in die eigene Altersvorsorge aus Stein eingeschlagen.

Aktuelle Zinsentwicklung für Baufinanzierungen

Konditionen durch Niedrigzins optimal einsetzen

Die positiven Auswirkungen des gesenkten Leitzinssatzes sollten Häuslebauer und Anschlussfinanzierer jetzt nutzen. Kunden, die an Zinskosten sparen, können diese Beträge in eine höhere Tilgungsrate investieren. Bundesweit liegen die Bauzinsen bereits unter der Inflationsrate und dies auch bei langen Zinsbindungsfristen. Jetzt könnten sich, angesichts der gesenkten Leitzinsen, die Konditionen nochmals verbessern. Das günstige Zinstief aus dem letzten Quartal des Jahres 2010 könnte sich in den kommenden Monaten für Darlehensnehmer wiederholen und zu weiteren Einsparungen führen. Wer generell eine Investition in Wohneigentum anstrebt, um diese auch als Altersvorsorge zu nutzen, sollte die Gunst der Stunde nutzen.

Diejenigen, die sich bereits in einer Zinsbindung befinden, können sich mit einem Forward-Darlehen günstige Zinskonditionen Jahre im Voraus sichern. Zwischen 36 und 60 Monaten kann jeder Darlehensnehmer die Konditionen für seine Anschlussfinanzierung jetzt schon vertraglich definieren. Die Aufschläge dafür, dass niemand aktuelle Konditionen ungenutzt an sich vorüber ziehen lassen muss, fallen moderat aus. Doch auch Menschen, die zwar über ein ausreichend hohes Einkommen verfügen und einen gesicherten Job haben, jedoch noch keine Zeit hatten, Eigenkapital anzusparen, gehören zu den Gewinnern der aktuellen Situation. Vollfinanzierungen lassen sich jetzt zu verbesserten Zinskonditionen stemmen, ohne dass der Bauwillige langwierig Kapital ansparen muss. Lange Laufzeiten sichern vor einem Zinsanstieg und erhöhen die individuelle Planungssicherheit.

Flexibilität durch Kombi-Darlehen

Zu den profitablen Möglichkeiten während einer Niedrigzinsphase gehört auch das Kombi-Darlehen. Anteilig wird ein planungssicheres Festzinsdarlehen vereinbart, während ein weiterer Darlehensteil mit variablen Zinsen vereinbart wird. Neben der Sicherheit des Festzinsdarlehens profitiert der Kunde von den Chancen der flexiblen Tranche, die an den Euribor gebunden ist. Weitere Senkungen des Leitzinssatzes schlagen direkt auf die Kosteneinsparungen durch und senken die monatliche Belastungsrate.

Sollte der Zinssatz ansteigen, lässt sich der flexibel vereinbarte Kreditteil problemlos in ein Festzinsdarlehen umwandeln. Zu den Zinsanpassungsterminen kann der Kunde teilweise oder komplett seine Schuldenlast tilgen.

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