Wer seinen Traum von den eigenen vier Wänden wahr gemacht hat, wird sich auch zum Schluss über beste Konditionen für seine Anschlussfinanzierung freuen. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es verschiedene Wege, von denen die Wahl eines sogenannten Volltilgerdarlehens sicher der günstigste ist. Auch sollte die Auswahl des richtigen Partners für diesen wichtigen Schritt gut durchdacht sein. Um Ihre Anschlussfinanzierung auf ein sicheres Fundament zu stellen, sollten Bauherren und Immobilieeigentümer folgende 5 Experten-Tipps beherzigen:
Auch oder vielleicht sogar gerade in Hinblick auf eine Anschlussfinanzierung ist eine langfristige Planung ganz besonders wichtig, denn schließlich soll das Bauprojekt nicht noch in letzter Minute gefährdet werden. Aus diesem Grund bietet es sich an, dass sich Bauherren bei der Entscheidungsfindung für oder gegen ein bestimmtes Finanzierungsangebot viel Zeit lassen, bzw. sich auch fachkundig beraten lassen. Am besten sichert man sich mit einem sogenannten Forward-Darlehen günstige Zinsen, solange diese noch günstig sind.
Grundsätzlich handelt es sich bei einem solchen Darlehen um ein klassisches Annuitätendarlehen, wobei dieses durchaus einige Besonderheiten aufweist, die für den Kreditnehmer von unschätzbarem Wert sind. So gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, dass Bauherren sich die aktuellen Bauzinsen bis zu 60 Monate im Voraus sichern und bis zur Auszahlung des Darlehens keine Bereitstellungszinsen zahlen müssen. Schon aus diesem Grund könnte ein Angebot so manche Bank aus dem Rennen schicken, denn einige Unternehmen versuchen hier kräftig auf Kosten der späteren Kreditnehmer zu verdienen. Ein solches Darlehen, das in 2 Jahren fällig wird und eine Zinsbindung von etwa 10 Jahren besitzt, ist derzeit mit einer Verzinsung von etwa 3-4 Prozent erhältlich.
Tipp 2: Eckdaten des Vertrages prüfen und vergleichenGrundsätzlich ist es auch sinnvoll, die wichtigen Eckdaten eines Darlehens zu überprüfen. Dabei spielt es keine wesentliche Rolle, ob es sich um eine ganz normale Anschlussfinanzierung durch die Hausbank oder Bausparkasse oder aber um ein Forward-Darlehen handelt. Wer also zwischen den beiden Finanzierungsstadien eine Sondertilgung leisten oder sich generell das Recht zu einer Sondertilgung vorbehalten möchte, sollte seiner Bank diesen Sachverhalt mitteilen und um eine schriftliche Bestätigung bitte. Viele Kreditinstitute erstellen zudem nach jeder Sondertilgung einen neuen Kreditplan. Informationen hierzu finden Interessenten beispielsweise im Internet. Zudem gibt aber auch jeder Finanzmakler und der Kundenbetreuer der eigenen Hausbank gerne Auskunft. Wichtig ist hier, dass durch die Sonderzahlung der Kredit als solcher nicht gefährdet werden sollte. Der Abschluss eines zusätzlichen Darlehens bei unbeteiligten Banken, nur um hin und wieder eine Sondertilgung durchführen zu können, ist also nicht sinnvoll. Bei gesicherter Finanzlage kann die zusätzliche Zahlung aber die Laufzeit des Darlehens und bzw. oder die Ratenhöhe merklich verringern.
Tipp 3: Laufzeit oder Raten verringernWer das Finanzierungsstadium erreicht hat, in dem auf eine Anschlussfinanzierung umgestellt wird, kann sich über wesentlich günstigere Zinssätze freuen als dies bei Abschluss des eigentlichen Kreditvertrages der Fall war. Immerhin sind Kredite, die eine Restlaufzeit von etwa 10 Jahren besitzen heute wesentlich günstiger verzinst als noch vor einigen Jahren. Somit zahlen Immobilieneigentümer heute statt den damals veranschlagten 5 oder 6 Prozent nur noch um die 4 Prozent Zinsen für ihren Kredit. Hier hat der Kreditnehmer nun zwei Möglichkeiten. Einerseits kann die Rate gesenkt werden. Anderseits kann aber auch eine schnellere Tilgung des Kredites gewählt werden. Wofür man sich entscheidet, hängt nicht zuletzt von den eigenen Prioritäten und der eigenen Finanzlage ab. Für eine unabhängige Beratung lohnt sich allerdings die Lektüre verschiedener Websites und die unverbindliche Beratung durch den dortigen Kundensupport. Natürlich gibt aber auch der eigene Kundenbetreuer der Bausparkasse oder Hausbank gerne Auskunft. Für eine neutrale Beratung bietet sich aber immer die eigene Initiative und eine Kontaktaufnahme an.
Tipp 4: Volltilgerdarlehen nutzenInteressant für Kreditnehmer, die das Stadium der Anschlussfinanzierung erreicht oder fast erreicht haben, ist aber auch die Prüfung eines sogenannten Volltilgerdarlehens in Hinblick auf mögliche Sonderangebote. Nun ist der Markt für Finanzierung nicht unbedingt eine Arena für Schnäppchenjäger, doch lassen sich hier mitunter größere Beträge einsparen, wenn man das nötige Engagement an den Tag legt. Dabei lohnt sich auch ein Blick auf die Anbieter im Internet und der Besuch verschiedener unabhängiger Verbraucherportale oder das Einholen einer unabhängigen Fachmeinung durch einen Finanzmakler kann mitunter sinnvoll sein. Wer sich dabei ein Angebot berechnen lässt, kann dieses auch der eigenen Hausbank oder Bausparkasse vorlegen. Somit wird nahezu jedes Kreditinstitut zur Anpassung der eigenen Konditionen bereit sein, um den Kreditnehmer und Kunden nicht an die Mitwettbewerber zu verlieren. Einige Banken bieten hier Effektivzinssätze von 3,27 Prozent, sofern der betreffende Vertrag noch mindestens 10 Jahre laufen soll. Ob dabei Sondertilgungen möglich sind, sollte gezielt gefragt und natürlich schriftlich fixiert werden. Letzteres gilt auch für die vereinbarten Zinsbeträge und andere Kreditdetails.
Tipp 5: Mit der eigenen Hausbank verhandelnWer seine Bank oder Bausparkasse wechseln möchte, sollte immer beachten, dass hier mitunter auch Kosten entstehen können. Deshalb lohnt es sich, der eigenen Hausbank die Chance auf eine Nachbesserung des Angebots einzuräumen und beispielsweise die Angebote der Konkurrenz als „Druckmittel“ vorzulegen. Dabei wird wohl kein Unternehmen freiwillig einen Kunden verlieren und stur auf den eigenen Konditionen beharren. Oftmals lassen sich auf diesem Wege Sonderkonditionen vereinbaren, über die dann natürlich gegenüber anderen Bankkunden – sofern bekannt – Stillschweigen zu wahren ist, da diese nicht jedem Kunden zugänglich sind. Diesen Wunsch der Bank sollten Klienten dann natürlich ebenfalls akzeptieren und sich einfach über das Entgegenkommen freuen. Da diese Entscheidung auf höherer Ebene getroffen wird, kann es durchaus sein, dass hier ein zusätzlicher Termin vereinbart werden muss, nachdem der eigene Kundenbetreuer von seinem Vorgesetzten informiert wurde.